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MARINA: Jetzt erkenne ich Ihr wahres Verh"altnis zu mir. Eine Frau, die gef"allt, vergisst man nicht.

DOKTOR: Sie gefallen mir sehr, aber… (Verstummt. In seinem Gesicht spiegelt sich offene Verwirrung. Wirkt denn der ged"achtniszerst"orende Virus wirklich so schnell?)

MARINA: (Sieht sich im Zimmer um.) Und Ihr Kabinett sieht noch imposanter und beeindruckender aus. Gleich zu sehen, dass dies die Praxis eines erfolgreichen vorw"arts strebenden Arztes ist.

DOKTOR: (Best"urzt.) Kamen Sie auch fr"uher hier her?

MARINA: Nat"urlich, und nicht nur einmal. Erinnern Sie sich denn nicht? Diese kleine Bronzestatue, scheint mir, war vorher nicht da.

DOKTOR: Sind Sie sicher, dass Sie fr"uher hier waren?

MARINA: Wie sollte ich denn nicht sicher sein, wenn ich selbst meinen Mann zu Ihnen gebracht habe. Erinnern Sie sich denn nicht?

DOKTOR: Ich? (Unsicher.) Weshalb denn, ich erinnere mich, nat"urlich. (Tr"aufelt in ein Glas Tropfen aus einem Fl"aschchen, giesst Wasser dazu und trinkt aus, wobei er sich bem"uht, es unbemerkt zu tun.)

MARINA: "Ubrigens, ich mache mir Sorgen um ihn. Entschuldigen Sie, ich muss kontrollieren, ob er nicht gegangen ist.

(Marina geht hinaus. Der Doktor f"uhlt seinen Puls. Marina kehrt zur"uck.)

DOKTOR: Ist er nicht gegangen?

MARINA: Nein. Also, Doktor, ich m"ochte von Ihnen eine Bescheinigung "uber den Zustand meines Mannes bekommen, zusammen mit der Krankengeschichte "uber alle diese Jahre. Ich bem"uhe mich um eine Invalidenrente f"ur ihn, und das Zeugnis eines kompetenten Arztes kann dabei sehr helfen.

DOKTOR: Hm… Sehen Sie, ich habe mich noch nicht festgelegt, worin seine Krankheit besteht.

MARINA: Wie, zwei Jahre waren dazu nicht ausreichend? Einem so erfahrenen Arzt, wie Sie?

DOKTOR: „Zwei Jahre“? Sagen Sie, und Sie haben zuf"allig keine Probleme mit dem Ged"achtnis?

MARINA: Ich? Nat"urlich nicht. Woher denn?

DOKTOR: Einige Formen der Sklerose k"onnen ansteckend sein.

MARINA: Ich habe ein grossartiges Ged"achtnis. Aber – ich werde Sie nicht st"oren. Geben Sie mir bitte seine Krankengeschichte, und ich werde Sie nicht weiter von der Arbeit ablenken.

DOKTOR: Ich… Ich muss sie zuerst vorbereiten.

MARINA: Was heisst da vorbereiten? Drucken Sie sie am PC aus, und fertig.

DOKTOR: Ich muss etwas pr"ufen… Mir scheint, mein PC ist nicht in Ordnung… K"onnen sie denn nicht heute etwas sp"ater vorbeikommen?

MARINA: Mit Vergn"ugen. (Steht auf, begibt sich zum Ausgang, bleibt dann aber stehen.) "Ubrigens, ich habe immer noch nicht verstanden, haben Sie mich zum Abendessen eingeladen, oder nicht? Oder haben Sie das auch schon vergessen?

DOKTOR: Versteht sich, Sie sind eingeladen.

MARINA: Ich m"ochte nicht aufdringlich erscheinen, aber wenn ein Mann eine Frau einl"adt, teilt er ihr gew"ohnlich mit, wohin und wann er sie abholt, oder wo und wann sie sich treffen sollen. Ich muss mich vorbereiten. Ich gehe doch nicht zu einem Rendezvous mit Ihnen in so einem Aufzug, in diesen Lumpen…

DOKTOR: Mir passen diese Lumpen vollkommen.

MARINA: Nein, nein, ich muss mich umziehen. Also, ich schaue in eineinhalb Stunden herein, und wir reden "uber alles. Und gleichzeitig nehme ich die Krankengeschichte mit.

DOKTOR: Ausgezeichnet.

MARINA: Haben Sie die Unterredung mit meinem Mann schon beendet?

DOKTOR: Noch nicht.

MARINA: Dann lasse ich ihn Ihnen noch hier. (Mit einem vielversprechenden L"acheln.) Bis bald.

Marina geht hinaus. Der Doktor bleibt alleine. Sein Gesicht dr"uckt eine Mischung von Freude und Verwirrung aus. Nachdem er eine Weile hin und hergegangen ist, setzt er sich an den PC und beginnt die Datei mit der Krankengeschichte zu suchen. Anton tritt ein.

ANTON: Doktor…

DOKTOR: (Leidend.) Sagen Sie mir bloss nicht, dass Sie an Ged"achtnisverlust leiden.

ANTON: Ich leide auch nicht an Ged"achtnisverlust. Woher haben Sie das denn?

DOKTOR: Also, was wollen Sie dann von mir?

ANTON: Meine Frau hat mir aufgetragen, im Wartezimmer zu warten, aber mir ist dort langweilig. Kann ich hier sitzen?

DOKTOR: Lieber im Wartezimmer.

ANTON: Lieber hier.

DOKTOR: Nun, gut. Unter einer Bedingung: Sie werden schweigen.

ANTON: Ich werde kein Wort sagen.

DOKTOR: Vergessen Sie dieses Versprechen nicht.

ANTON: Ich vergesse nie etwas.

DOKTOR: (Aufatmend.) Na, wunderbar.

Anton setzt sich bescheiden in eine Ecke. Der Doktor sucht im PC die Krankengeschichte, offenbar erfolglos. Er wendet sich zur Absicherung an Anton.

DOKTOR: Erinnern Sie sich nicht zuf"allig, ob ich eine Krankengeschichte "uber Sie angelegt habe?

ANTON: Das haben Sie.

DOKTOR: Wann? Heute Morgen?

ANTON: Nein, schon lange. Vor einem oder zwei Jahren.

DOKTOR: Und Sie erinnern sich daran?

ANTON: Nat"urlich erinnere ich mich.

DOKTOR: Warum kann ich sie dann nicht im PC finden?

ANTON: Ich weiss nicht. Soll ich Ihnen helfen?

DOKTOR: Nein, danke. (Beginnt wieder im PC zu suchen.)

Eine Frau in einem tadellosen englischen Kost"um tritt ein. Ihre Bewegungen sind selbstsicher, die Sprache klar und deutlich, die Manieren entschieden.

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